Private Wetterstation Kalkriese

Lat.: 52° 24' 26" Nord • Long.: 8° 04' 41" Ost • Höhe: 57 m ü. NN
Donnerstag, 10. September 2026 • 11:44:02 (UTC+2)

Wettervorhersage externer Anbieter



Bodenanalysekarten und Synoptische Übersichten

Luftdruck - Fronten - Wetter

Nordatlantik - Europa
 
 
Nordatlantik - Europa


Quelle: Deutscher Wetterdienst, Quelldatei bearbeitet und eigene Angaben ergänzt.




SXEU31 DWAV 100800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Donnerstag, den 10.09.2026 um 08 UTC


GWL und markante Wettererscheinungen:
B M - keine markanten Wettergefahren.

Synoptische Entwicklung bis Samstag 24 UTC
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Donnerstag... liegt Deutschland am Rande eines Troges, der von Skandinavien nach
Polen reicht, sich allmählich weiter ostwärts verlagert und mittlerweile
ausgetropft ist. Diesem Trog folgt ein Keil, der die Nordsee überquert und bis
zum Abend auf Norwegen übergreift. Durch diesen Keil wird ein Bodenhoch
gestützt, das sich von Frankreich und vom Westen Deutschlands nach Osten
ausweitet. Hierdurch ergibt sich eine Hochbrücke, die sich vom Azorenraum über
Mitteleuropa hinweg bis in die Schwarzmeerregion erstreckt. An der Ostseeküste
macht sich der Trog anfangs mit Böen Bft 7 bemerkbar, bevor ab Mittag auch dort
der Gradient auseinandergezogen wird und der Wind dann nicht mehr warnrelevant
ist.
Absinken im Bereich der Hochbrücke sorgt im Westen und Süden abseits der Alpen
für längere sonnige Abschnitte. Nördlich der Mittelgebirgsschwelle wird die
Einstrahlung durch Sc-artige Wolkenfelder gedämpft, die von der Nordsee
übergreifen. Unmittelbar an den Alpen hält sich mehrschichtige Bewölkung, die
aus der regen Tiefdrucktätigkeit südlich der Alpen resultiert. Die
Tageshöchsttemperaturen erreichen 19 bis 23, im Küstenumfeld und in Alpennähe
Werte um 17 Grad.

In der Nacht zum Freitag nähert sich von der Nordsee her ein relativ schwacher
und breiter Trog. Vorderseitig zieht im Nordwesten und ganz im Westen
mehrschichtige Bewölkung auf, wahrscheinlich ohne dass Niederschlag fällt. An
der Nordsee frischt der Wind aus Südwest auf, an der Nordfriesischen Küste und
über der offenen See sind einzelne Windböen Bft 7 nicht ganz auszuschließen.
Ansonsten klart es verbreitet auf. Die Luftdruckgegensätze sind gering, so dass
sich stellenweise flache Nebelfelder bilden können. Unter Wolken und im
Küstenbereich sind zweistellige Temperaturminima zu erwarten, ansonsten kühlt es
sich auf 9 bis 3 Grad ab.

Freitag... greift der Trog nebst vorgelagertem und mittlerweile okkludiertem
Frontensystem auf Deutschland über. Für geringe Niederschläge reicht es
allenfalls im Nordwesten Deutschlands, an der Nordsee kann der auf Nordwest
drehende Wind mit einzelnen Böen Bft 7 auffrischen. Ansonsten hält sich im
Bereich der o.g. Hochbrücke antizyklonaler Einfluss. Vom Südwesten bis in den
Osten hinein stellen sich erneut längere sonnige Abschnitte ein. Gegenüber den
Vortagen erfolgt ein leichter Temperaturanstieg. In tieferen Lagen
Südwestdeutschlands werden bis 25 Grad erreicht.

In der Nacht zum Samstag verlagert sich der Trog nach Polen, gefolgt von einem
breiten Rücken, der sich von der Biskaya in Richtung Nordsee erstreckt und sich
von dort bis nach Mittelskandinavien ausweitet. Hiervon profitiert die
wetterbestimmende Hochbrücke, die sich durch Druckanstieg über Mitteleuropa
kräftigt und sich bis Weißrussland erstreckt. Geringe Niederschläge sind mit
Passage des sich weiter abschwächenden Frontensystems anfangs noch in Küstennähe
vorstellbar, ansonsten bleibt es trocken. Aufgrund der fortschreitenden
Austrocknung der Luftmasse ist die Nebelneigung nur gering.

Samstag... greift der Höhenrücken auf Deutschland über. Stromaufwärts und somit
über dem Atlantik wird die Strömung zonaler. Ein darin eingelagertes
Frontensystem überquert weitgehend die Nordsee. Mit einer sich annähenden
Warmfront zieht im Nordwesten Deutschlands mehrschichtige Bewölkung auf, zum
Abend hin setzt an der Nordsee etwas Regen ein. Zudem frischt an und über der
Nordsee der Wind auch wieder mit einzelnen Böen Bft 7 auf.
In den anderen Gebieten hält sich der Einfluss der Hochbrücke. Absinken lässt
südlich der Mittelgebirgsschwelle keine nennenswerte Wolkenbildung zu. Südlich
der westlichen Mittelgebirge werden dann wieder um oder etwas über 25 Grad
erreicht, ansonsten sind 19 bis 24 Grad zu erwarten.

In der Nacht zum Sonntag wird ein weiterer schwacher, aber relativ breiter Trog
ostwärts gesteuert und gelangt in die Nordsee. Vorderseitiger Druckfall
induziert eine schwache Zyklogenese, wodurch eine Tiefdruckrinne nebst
eingelagertem Frontensystem zustande kommt. Die Warmfront, die durch diesen Trog
aktiviert wird, greift dann mit Niederschlägen bis etwa auf die Mitte
Deutschlands über. Im Nordwesten und Westen Deutschlands können dann durchaus
einige bis etwas über 10 mm innerhalb von 12 Stunden zusammenkommen. Mit Passage
der Warmfront sind an und über der Nordsee Windböen Bft 7 etwas wahrscheinlicher
als zuvor. Im Binnenland sollte der Wind noch nicht warnrelevant sein.
Weiter nach Süden hin hält sich der Einfluss der Hochbrücke, deren Achse sich
über den Alpenraum hinweg ostwärts erstreckt. Da auch in diesen Gebieten der
Gradient ein wenig anzieht, ist die Nebelneigung nur gering.

Modellvergleich und -einschätzung
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Die vorliegenden Modelle stützen die oben beschriebene Entwicklung. Anhand der
synoptischen Basisfelder lassen sich keine prognoserelevanten Unterschiede
ableiten.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Thomas Schumann



S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 09.09.2026 um 10.30 UTC



Vor allem im Norden wechselhaft mit zeiteiligem Regen, mäßig-warm. Im Süden
häufig freundlicher, teils sommerlich warm und geringere Niederschlagsneigung.
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Synoptische Entwicklung bis zum Mittwoch, den 16.09.2026


Zu Beginn der Mittelfrist am Samstag nehmen Luftdruck und Geopotenzial zu. Der
Trog liegt mit seiner Achse voraussichtlich bereits östlich unseres
Vorhersagegebietes und von Westen wölbt sich ein Keil auf, dessen Achse von der
Iberischen Halbinsel in Richtung Ostsee gerichtet ist. Anfangs kann es im
Bereich des sich abschwächenden bzw. nach Osten abziehenden Front im
Osten/Südosten ggf. noch etwas regnen, tagsüber ist es aber überwiegend trocken
mit größeren Auflockerungen im Südwesten. Im späteren Tagesverlauf bzw. in der
Nacht zum Sonntag nimmt von Westen die Bewölkung wieder zu und es kann erneut
etwas regnen. Dort nähert sich ein eher flacher Trog von den Britischen Inseln
her sowie das Frontensystem eines korrespondierenden Nordmeertiefs.

Am Sonntag wird der Norden von dem wellenden Frontensystem des nach
Nordskandinavien ziehenden Tiefs überquert. Die Kaltfront der Welle erreicht den
Norden abends und überquert auch die mittleren Landesteile mit zeitweiligem
Regen im Laufe der Nacht zum Montag ostwärts. Nach Süden hin dürfte die
Wetterwirksamkeit unter höherem Luftdruck relativ gering sein.

Am Montag wölbt sich über Westeuropa erneut ein Keil auf, der seinen Einfluss
von Westen her auch auf Deutschland ausweitet. Anfangs im Osten noch
Beeinflussung durch den östlich von Deutschland liegenden Trog, dabei etwas
Regen nicht ganz ausgeschlossen. Sonst von Westen/Südwesten zunehmende
Auflockerungen, im Tagesverlauf und auch in der Nacht zum Dienstag allgemein
meist trocken.

Am Dienstag greift der nächste Trog von Westen her über, auch das Frontensystem
eines weiteren Nordmeertiefs greift von Westen/Nordwesten mit zeitweiligem Regen
auf Deutschland über. Der Trog wird unterschiedlich markant simuliert, kann aber
voraussichtlich auch den Süden insoweit beeinflussen, dass die frontalen
Niederschläge im Laufe der Nacht zum Mittwoch auch dort übergreifen.
Vorderseitig steilt die Strömung etwas auf und in einer potenziell labilen,
feucht-warmen Luftmasse (850 hPa-Temperaturen um oder leicht über 15 Grad)
können sich möglicherweise örtlich Schauer und Gewitter entwickeln. Markante
Entwicklungen deuten sich dabei zumindest aktuell nicht an.

Am Mittwoch dreht die Strömung rückseitig des Langwellentroges auf Nordwest,
ggf. können kurzwellige Anteile ablaufen und in den nördlichen Landesteilen für
stärkere Bewölkung und zeitweise etwas Regen sorgen. Von Südwesten steigt der
Luftdruck an, es bleibt meist trocken und die Auflockerungen nehmen zu. Ganz im
Süden kann die Front des nun über Nordskandinavien liegenden Tiefs noch
schleifen und vor allem in Alpennähe für weitere Niederschläge sorgen, die erst
zum Donnerstag hin abklingen.

Das Temperaturniveau bleibt relativ konstant mit Höchstwerten um 20 bis 23 Grad
im Norden und teils sommerlichen Höchstwerten von 25 bis 27 Grad im Südwesten,
am Sonntag und vor allem Dienstag allgemein im Süden. Dann am Oberrhein
eventuell auch 28 bis 29 Grad.

In der erweiterten Mittelfrist stehen die Zeichen nach Durchschwenken des Troges
auf Luftdruckanstieg und wieder zunehmend antizyklonal geprägter Witterung,
Timing und Ausprägung sind naturgemäß noch unsicher. Tendenziell verbleibt aber
insbesondere der Norden im Randbereich der Tiefdruckzone über Nordatlantik und
Nordeuropa und somit leicht unbeständig.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Die Konsistenz der vorliegenden IFS-Modellläufe ist im Prinzip gut. Demnach
dominiert zunächst häufig Hochdruckeinfluss, vor allem in den südlichen
Landesteilen. Der Norden liegt an der Südflanke einer Tiefdruckzone über
Nordeuropa mit verschiedenen Drehzentren und wird entsprechend von
Tiefausläufern gestreift. Dieser zyklonale Einfluss auf den Norden wird von den
vorliegenden Modellläufen durchaus leicht unterschiedlich simuliert, sowohl im
Timing als auch in der Ausprägung. Daher ergeben sich durchaus gewisse
Unsicherheiten, in wie weit Frontensysteme mit zeitweiligem Niederschlag und
auffrischendem Wind im Norden auftreten und wie weit sie zeitweise bis in die
mittleren Landesteile ausgreifen.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Andere Globalmodelle zeigen ähnliche Unschärfen hinsichtlich der von Norden
ausgehenden Zyklonalität und wie weit diese vor allem in die mittleren
Landesteile ausgreifen kann. Vor allem GFS ist dabei zyklonaler aufgestellt und
schließt auch den Süden mit zeitweiligem Niederschlag ein. ICON simuliert
ähnlich zum IFS, vor allem in Richtung Süden dann aber Dienstag leicht
zyklonaler als der aktuelle IFS-Lauf und somit ähnlich den IFS-Vorläufen.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Clusteranalyse des IFS liefert für den ersten Zeitraum von Samstag 00 UTC
bis Sonntag 00 UTC (+72 bis + 96 h) sechs Cluster mit 16, 13, 6, 6, 5 und 5
Membern, Kontrolllauf in Cluster 2. Dabei wird sowohl die Trogpassage am Samstag
als auch die nachfolgende Aufwölbung des Keils unterschiedlich markant simuliert
und je nach Ausprägung des Keils wird vom Regime her "NAO positiv", "Atlantic
Ridge" oder "Blocking" angeboten. Teilweise wird sogar das Abtropfen des Troges
in Richtung Italien/Mittelmeer (vor allem Cluster 4) gezeigt. Für unser
Vorhersagegebiet ergeben sich Unsicherheiten hinsichtlich Timing und Ausdehnung
potenzieller Niederschläge. Im Folgezeitraum von Montag 00 UTC bis Mittwoch 00
UTC (+120 bis +168 h) sind fünf Cluster im Angebot mit 18, 13, 8, 6 und 6
Membern. Der Kontrolllauf wird in Cluster 1 eingruppiert. Dabei wird der nach
Ansicht des deterministischen Laufes im Laufe des Dienstages übergreifende Trog
teils markanter, teils weniger markant, teils auch deutlich verzögert simuliert.
es ergeben sich daher Unsicherheiten im zeitlichen Ablauf und hinsichtlich der
Wetterwirksamkeit nach Süden.

Die Rauchfahnen des Geopotenzials in 500 hPa sind bis einschließlich Montag ganz
gut gebündelt, im Norden mit noch etwas geringerem Spread als im Süden. Das
dürfte an der teils unsicheren Ausprägung der Tröge nach Süden hin liegen.
Insgesamt deutet sich für den Dienstag, nach Süden hin eher Nacht zum Mittwoch
ein Rückgang des Geopotenzials an, also ein Trogdurchgang der sich auch im Süden
auswirken dürfte. Der Spread ist dann aber recht groß. Die Niederschlagssignale
sind im Süden geringer als im Norden. Niederschlagsmaxima am Sonntag, nach
Osten/Südosten eher Montag und erneut am Dienstag/Mittwoch. Im Süden
zwischenzeitlich (Samstag, zunächst Sonntag, dann Dienstag) und auch in der
erweiterten Mittelfrist nur geringe bis keine Niederschlagssignale. Bei der
Temperatur in 850 hPa zeigt sich vor allem im Süden bis einschließlich Montag
ein geringer Spread und ein leicht schwankendes Temperaturniveau um 10 Grad. In
der Mitte, vor allem aber im Norden ist die Variabilität insgesamt deutlich
größer. Unklare bzw. sehr unsichere Entwicklung in der erweiterten Mittelfrist
bei sehr großem Spread.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Markante Entwicklungen bezüglich Wind oder Regen deuten sich im gesamten
Mittelfristzeitraum aktuell nicht.
Am Dienstag geringes Gewitterrisiko im Süden/Südosten, aber noch recht unsicher
und aktuell ohne Hinweise auf markante Entwicklungen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-EPS, MOS-Mix
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Sabine Krüger


Quelle: Deutscher Wetterdienst